Unfallrisiko bei der Arbeit 2024 erneut zurückgegangen – Sicherheit im Fokus für ein gesundes Arbeitsumfeld

Unfallrisiko bei der Arbeit 2024 erneut zurückgegangen – Sicherheit im Fokus für ein gesundes Arbeitsumfeld
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Jahresbilanz 2024 veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass das Unfallrisiko bei der Arbeit erneut zurückgegangen ist. Dies ist ein positives Signal für alle Unternehmen und Beschäftigten in Deutschland, aber auch ein Aufruf, die hohen Standards der Arbeitssicherheit und Gesundheit weiterhin nachhaltig zu fördern.
Überblick zum Unfallgeschehen 2024
- Insgesamt ereigneten sich 712.257 meldepflichtige Arbeitsunfälle, ein Rückgang von 3,8 %.
- Wegeunfälle sanken um 6 % auf 168.648 Fälle.
- Das Unfallrisiko pro 1.000 Vollzeitäquivalente sank auf 20,61 Unfälle, was einem Rückgang von 2,3 % entspricht.
- 307 Menschen verloren ihr Leben aufgrund von Arbeitsunfällen, 214 bei Wegeunfällen.
- Zum ersten Mal erhielten 12.821 Versicherte eine Rente infolge eines Arbeits- oder Wegeunfalls.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Bemühungen um Arbeitssicherheit fruchten, jedoch noch Wachsamkeit geboten ist.
Warum sinken die Unfallzahlen?
Die stv. DGUV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Edlyn Höller betont, dass der Rückgang auf engagierte Maßnahmen in Unternehmen und durch Beschäftigte zurückzuführen ist. Dazu gehören:
- Verbesserte Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz.
- Gezielte Präventionsarbeit durch Schulungen, Beratung und Qualifizierung.
- Rehamanagement und Rückkehrhilfen unterstützen Beschäftigte nach Unfällen, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Der Fachkräftemangel verstärkt die Notwendigkeit, das Engagement in Sicherheit und Gesundheit nicht zu vernachlässigen. Sicherheitsmaßnahmen müssen als Investitionen verstanden werden, die Ausfallzeiten sowie Frühverrentungen verhindern – und somit für Unternehmen und Mitarbeitende langfristig Vorteile schaffen.
Berufskrankheiten: Deutlicher Rückgang mit pandemiebedingten Besonderheiten
2024 verzeichnete die DGUV:
- 90.749 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit, ein Rückgang von 38 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Anerkennung von 26.821 Berufskrankheiten, ein Rückgang von 63 %.
- Dennoch stieg die Zahl der erstmaligen Rentenzahlungen bei Berufskrankheiten um über 8 %, vor allem durch Nachwirkungen von COVID-19.
- Die meisten Todesfälle aufgrund von Berufskrankheiten resultieren weiterhin aus asbestbedingten Erkrankungen.
Diese Zahlen zeigen, wie auch hier Prävention und Sensibilisierung unerlässlich sind.
Auch Ehrenamtliche und Schüler profitieren von Unfallversicherungen
- Im Ehrenamt wurden 42.403 Arbeitsunfälle und 4.835 Wegeunfälle registriert.
- 39 Todesfälle bei Ehrenamtlichen wurden gemeldet.
- Die Schülerunfallversicherung meldete einen leichten Rückgang der gemeldeten Unfälle an Bildungseinrichtungen um 1,4 %, sowie einen über 5 % Rückgang bei Schulwegunfällen.
- Tödliche Unfälle bei Schülern sind ebenfalls zurückgegangen.
Diese Daten unterstreichen die Bedeutung des Schutzes breiter Bevölkerungsgruppen durch gesetzliche Unfallversicherungen.
Finanzierung und Beitragssituation 2024
- Das Umlagesoll der Berufsgenossenschaften stieg auf 14,33 Mrd. Euro (+2,6 %).
- Durchschnittlicher Beitragssatz sank auf 1,09 Euro je 100 Euro Lohnsumme.
- Die Unfallkassen erhielten 2,03 Mrd. Euro, ein Plus von 6,4 %.
- Die Ausgaben für Heilbehandlung und Rehabilitation nahmen um 3,7 % auf rund 5,9 Mrd. Euro zu.
- Investitionen in Prävention wurden um 7,3 % gesteigert, insgesamt 1,5 Mrd. Euro.
Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig effiziente Mittelverwendung und gezielte Präventionsmaßnahmen sind.
Praktische Tipps für Unternehmen und Beschäftigte
- Regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitschecks durchführen.
- Mitarbeiterschulungen und Trainings zu sicherheitsrelevanten Themen nutzen – Armstrong Academy bietet hierzu zertifizierte Online-Schulungen an.
- Engagement und Kommunikation stärken: Sicherheit am Arbeitsplatz ist Teamarbeit – Mitarbeiter aktiv einbinden.
- Unfälle und Beinahe-Unfälle genau dokumentieren und auswerten – daraus lassen sich Verbesserungen ableiten.
- Rehabilitation und Wiedereingliederung frühzeitig planen – damit Beschäftigte schnell und sicher zurückkehren können.
Fazit: Kontinuierliche Sicherheitsarbeit zahlt sich aus
Der Rückgang der Unfallzahlen 2024 ist Beleg für das erfolgreiche Zusammenwirken von gesetzlichen Unfallversicherungen, Unternehmen und Beschäftigten in Deutschland. Armstrong Academy unterstützt diesen Prozess mit praxisnahen Online-Trainings, die Ihnen helfen, den hohen Standard der Arbeitssicherheit zu sichern und weiter auszubauen.
Investieren Sie in Sicherheit – für den Schutz Ihrer Mitarbeiter und den langfristigen Erfolg Ihres Unternehmens.
Weitere Informationen und Ressourcen
Wenn Sie Fragen zur Arbeitssicherheit oder den gesetzlichen Anforderungen haben, kontaktieren Sie uns gerne für professionelle Beratung und Schulungen.
Dieser Blogbeitrag wurde von Armstrong Academy, Ihrem Partner für gesetzlich verbindliche Online-Schulungen in Arbeitssicherheit und Compliance in Deutschland, verfasst.
Ähnliche Artikel
Tackling Sexual and Cyber Harassment in the Workplace: A Guide for Employers and Employees
Explore the serious impact of sexual and cyber harassment in the workplace and learn practical prevention measures for employers across the EU to ensure a safe, healthy, and legally compliant work environment.

Ergebnisse der letzten Sitzung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) – Aktuelle Empfehlungen und Regelungen
Erfahren Sie die wichtigsten Ergebnisse der letzten Sitzung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) und deren Auswirkungen auf den Arbeitsschutz bei biologischen Gefährdungen.

Creating an Ear and Hearing Health Culture for Professional Ear Users: Challenges, Management, and Recommendations
This blog post explores the importance of creating an ear and hearing health culture among professional ear users. It highlights the challenges, management strategies, and practical recommendations to protect and preserve hearing in workplace environments.